In letzter Sekunde – wie in einem Film
Es war buchstäblich eine Sache von Sekunden. Kurz vor Ablauf der Einreichungsfrist haben die Leonberger Schriftstellerin Anna-Mariia Kostiuk und der Illustrator und Animationskünstler Vitalii Kostiuk ihren AI-animierten Kurzfilm beim World AI Film Festival (WAiFF) 2026 in Cannes eingereicht – dem weltweit ersten internationalen Filmfestival für Filme, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz entstanden sind.
„Es war wie in einem Thriller", erzählt Anna-Mariia Kostiuk. „Die Uhr lief ab, die Internetverbindung war instabil, und wir haben es tatsächlich in den allerletzten Sekunden geschafft. Als die Bestätigung kam, konnten wir es kaum glauben."
Die offizielle Bestätigung ließ nicht lange auf sich warten: „We have successfully received your film Sonya and the Moon Fairy. Good luck with the selection process!" – schrieb das WAiFF-Team.
Was ist das WAiFF?
Das World AI Film Festival findet am 21. und 22. April 2026 im legendären Palais des Festivals in Cannes statt – genau dort, wo auch die berühmten Filmfestspiele von Cannes ihre Preise verleihen. Die zweite Ausgabe des Festivals wird von der chinesischen Schauspielerin und Filmlegende Gong Li präsidiert, Ehrenpräsident ist der französische Regisseur Claude Lelouch.
Bereits die erste Ausgabe 2025 in Nizza war ein großer Erfolg: Über 2.000 Teilnehmer und 1.500 eingereichte Filme aus 85 Ländern zeigten, dass KI-gestütztes Filmemachen längst kein Nischenthema mehr ist.
Vom Kinderbuch zum AI-Film
Der eingereichte Film basiert auf dem Kinderbuch „Sonja und die Mondfee" von Anna-Mariia Kostiuk. Die Geschichte erzählt von einem kleinen Mädchen, das winzige, durchsichtige Flügel findet, klitzeklein wird und bis zum Mond fliegt – auf der Suche nach ihrer verschwundenen Tante Maja, einer Zauberin.
Vitalii Kostiuk, der bereits die Illustrationen zum Buch geschaffen hat, hat die Geschichte mit Hilfe von KI-gestützten Animationswerkzeugen zum Leben erweckt. Der Film verbindet klassische Erzählkunst mit modernster Technologie.
Unterstützung aus dem Hause Hohenzollern
Eine besondere freundschaftliche Unterstützung erhielt das Projekt von Josefa von Hohenzollern-Emden, Erste Bürgermeisterin der Stadt Leonberg. Sie stellte dem Filmteam das Wappen der Dynastie Hohenzollern zur Verfügung, das in den Filmtiteln verwendet wird – ein Zeichen der Wertschätzung für die kreative Arbeit der Familie Kostiuk aus Leonberg.
Update: Bestätigung vom WAiFF-Team
10. März 2026 — Gute Nachrichten: Das Organisationsteam des World AI Film Festival hat sich persönlich gemeldet und die erfolgreiche Aufnahme des Films in den Auswahlprozess bestätigt. In einer direkten Nachricht an das Filmteam schrieb das WAiFF:
„Thank you for submitting your film to WAIFF. We confirm that we have successfully received your project and appreciate your participation."
Besonders bemerkenswert: Das Festival erkundigte sich gezielt danach, ob es sich um das Regiedebüt des Filmemachers handelt — ein Hinweis darauf, dass die Jury bereits begonnen hat, die eingereichten Projekte zu sichten und zusätzliche Informationen für die Kategorisierung zu sammeln.
Für Vitalii Kostiuk ist „Sonja und die Mondfee" tatsächlich das erste Werk als Regisseur. Zuvor war er bereits als professioneller Videoproduzent, Cutter und VFX-Künstler tätig.
Die endgültige Entscheidung über die offizielle Auswahl steht noch aus. Das Grand Finale findet am 21. und 22. April 2026 im Palais des Festivals in Cannes statt. Wir berichten weiter.
Anna-Mariia Kostiuk ist Schriftstellerin aus Leonberg. Vitalii Kostiuk ist Illustrator und Animationskünstler. Gemeinsam arbeiten sie an Buchprojekten und AI-gestützten Filmadaptionen.
Mehr erfahren: www.amkostiuk.de · www.vkostiuk.de
